Übergewicht

Ernährungstherapie bei Übergewicht / Adipositas

Ernährungstherapie bei Übergewicht / Adipositas
Ernährungstherapie bei Übergewicht / Adipositas (Bildquelle: ©RitaE/pixabay)

Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig und fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist fettleibig. Starkes Übergewicht geht meist mit bauchbetonter Fetteinlagerung einher (Adipositas). Dabei ist überschüssiges Fettgewebe kein rein passives Speichermedium, sondern höchst aktiv. Es produziert hormonähnliche Stoffe und schleust sie in den gesamten Körper. Da reichen selbst wenig Kilo schon aus, um das gesamte Stoffwechsel-Gleichgewicht negativ zu beeinflussen.

Sie wollen dauerhaft abnehmen, schaffen es aber nicht, weil…

  • Sie oft Gelüste nach Süßem oder Heißhunger auf einen Snack haben?
  • Ihre Gedanken immer mehr um Essen, Gewicht und Probleme kreisen?
  • Sie nicht aufhören zu essen, obwohl Sie satt sind?
  • Sie essen, auch wenn Sie eigentlich keinen Hunger haben?
  • Sie sich mit Essen belohnen „müssen“
  • Ihr Essverhalten mehr und mehr von Ihrer Stimmung beeinflusst wird?
  • Ihre Stimmung zunehmend durch Ihr Gewicht beeinflusst wird?
  • Sie sich in einem Teufelskreis fühlen?
  • Sie schon viele Diäten gemacht haben, Sie aber Ihr Gewicht ohne Diät auf Dauer nicht halten konnten?
  • Sie merken, dass Freude und Lebensqualität kontinuierlich abnehmen und Sie resignieren?

Ablauf Ernährungstherapie

1. Schritt: Gesundheits- und Ernährungsanamnese

2. Schritt: Stoffwechselbezogener Ernährungsplan

3. Schritt: Beratungsschwerpunkte festlegen

4. Schritt: Beratungszeitraum definieren

5. Schritt: Umsetzen und am Ball bleiben

Leichter werden leicht gemacht.

Sie möchten leichter werden und suchen qualifizierte Einzelberatung, die zu Ihren Essvorlieben passt, die Ihren Esstyp und Ihre Stoffwechselsituation berücksichtigt?

Jeder, der abnehmen möchte, is(s)t anders. Das ernährungstherapeutische Konzept geht auf Ihre persönliche Situation ein und bietet einen individuellen Weg zum Abnehmen. Letztlich besteht der Königsweg in der langfristigen Stabilisierung des erreichten Wunschgewichts.

Daher ist entscheidend, dass eine Ernährungsumstellung keine Diät darstellt, sondern eine ausgewogene natürliche Ernährung, die zum individuellen Lebensstil passt und als angenehm empfunden wird. Wenn das nicht der Fall ist, wird die „neue“ Ernährungsweise früher oder später aufgegeben und der Kreislauf beginnt von vorn.

1. Schritt: Gesundheits- und Ernährungsanalyse, metabolische Einflussfaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die darüber entscheiden, ob Ihre Ernährung fettmodifiziert, eiweißbetont oder kohlenhydratarm sein soll.

Daher wird zunächst eine Standortbestimmung vorgenommen. Ihr Ernährungsprotokoll ermöglicht eine gezielte Ess- und Ernährungsanalyse. Das Ergebnis zeigt, an welchen Stellen in der Beratung angesetzt werden muss, damit Sie mit gutem Gefühl Ihr Wohlfühlgewicht erreichen und halten können.

In die Analyse werden folgende Daten einbezogen:

  • Esstypus,
  • Stoffwechselsituation (Laborwerte bei Erkrankungen)
  • Lebens- und Arbeitssituation
  • Stress- und Schlafverhalten
  • Bewegungsverhalten
  • Körpermaße

2. Schritt: Stoffwechselbezogener Ernährungsplan

Ziel des Ernährungsplans ist Fettverbrennung bei gleichzeitiger Schonung von Körperprotein, d.h. Verlust von Wasser und Muskelmasse (Jo-Jo-Effekt) vermeiden. Abgestimmt auf die Ernährungsanalyse erhalten Sie Ihre persönliche Lebensmittel-Liste sowie Ihren Ernährungsplan.

Ihre Vorteile: 

  • Berücksichtigung Ihrer Alltagssituation und Ihres sozialen Umfeldes
  • Flexibilität bei außer-Haus-Verzehr
  • Erhaltung des Essgenusses
  • Strukturierung und klare Anleitung
  • Nährstoffsicherheit durch Ausgewogenheit

3. Schritt: Beratungsschwerpunkte festlegen

Vielleicht konnten Sie bisher nicht dauerhaft abnehmen, weil Ihnen das Wissen über „was soll ich essen“ oder „welches sind die richtigen Portionen“ bisher gefehlt hat.

In jedem Beratungstermin werden Sie mit dem Ernährungswissen passend zu Ihrer persönlichen Ernährungsstrategie ausgerüstet.

Neben Ernährungswissen spielt auch die mentale Komponente beim Essverhalten eine wichtige Rolle. Die Ernährungspsychologie sagt „der Mensch isst anders als er sich ernähren sollte“. Daher fließen auch Coachingelemente in die Beratungsgespräche ein. Je nach Problemstellung wird der Schwerpunkt mehr oder weniger auf einem der beiden Bereiche liegen.

Die wichtigsten Punkte in der Zusammenfassung:

  • Wirkung der verschiedenen Nährstoffe auf den Stoffwechsel
  • Vermittlung von Hintergrundwissen zum Ernährungsplan
  • Tipps zum „Richtig Essen außer Haus“
  • Lebensmittelkunde
  • Ernährungsplanung inkl. Koch- und Einkaufverhalten
  • Reflexion von Werbestrategien und eigenem Konsumverhalten
  • Eigene Essbiographie kennenlernen und verstehen
  • Analyse und Steuerung des Essverhaltens
  • flexible Kontrolle beim Essen und Geniessen lernen

4. Schritt: Beratungszeitraum definieren

In Einzelsitzungen werden Sie persönlich beraten und begleitet. Wie lange der Beratungszeitraum beträgt, ist von dem Ziel abhängig, das Sie erreichen möchten.

5. Umsetzen und am Ball bleiben

Das Programm zielt nicht auf einen schnellen Gewichtsverlust, sondern auf eine langfristige Verbesserung von Lebensgewohnheiten in den Bereichen Essverhalten und Bewegung. Stabilisierung des Gewichts ist so wichtig wie das Abnehmen selbst.

Das Konzept vermittelt spezifische Fertigkeiten zur Aufrechterhaltung des erreichten Gewichts. 

Beratungszeiten

Mo – Do: 07.45 – 12.30 Uhr
Mo – Do: 14.00 – 18.00 Uhr

Terminvereinbarung / Telefonsprechzeiten

Di, Mi, Do: 12.45 – 13.15 Uhr

Warum Diäten nicht funktionieren

DiätenErnährungstherapie
Verbotene LebensmittelFrei von Verboten
Nach dem Essen noch Hungergefühle ⇒ Gedanken kreisen fortwährend um EssenNach der Mahlzeit für einige Stunden satt sein ⇒ Energie für andere Dinge außer Essen
Einseitige LebensmittelauswahlBunter Teller
Möglicher NährstoffmangelAusgewogene Nährstoffbilanz
Heißhunger durch Schwankungen im BlutzuckerStabiler Blutzucker, Stoffwechselharmonie
Strenge Kontrolle über das Essverhalten versus „cheat day“Allmähliche Änderung des Essverhaltens in Richtung flexibles Essverhalten
PauschalempfehlungenIndividueller Ernährungsplan
Schnelle Gewichtsabnahme mit Verlust an
Muskelmasse
Langsame aber stetige Gewichtsabnahme durch Fettverbrennung
Leistungstiefs / Konzentrationsprobleme,
Stimmungsschwankungen
Physisches und psychisches Wohlbefinden, Ernährungspsychologisches Coaching

Risikofaktoren bei Adipositas

  • erhöhter Blutzuckerspiegel und gestörter Zuckerstoffwechsel in Form einer Insulinresistenz
  • Diabetes Typ II
  • gestörter Fettstoffwechsel, Herz-, Kreislauferkrankungen
  • Bluthochdruck

Insulinresistenz gilt als eine Art Vorstufe des Diabetes Typ II und geht mit einer Erhöhung des im Blut vorhandenen Insulins einher.

Das PCO-Syndrom ist bei jungen Frauen der häufigste Grund für unerfüllten Kinderwunsch und Zyklusstörungen. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Frauen mit PCO-S ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und für das spätere Auftreten eines Diabetes mellitus Typ II haben. Durch die Besserung der metabolischen Situation bessern sich oftmals auch Zyklusstörungen und die Fertilitäsrate wird erhöht.

Bestehen bei Übergewicht Lipödeme, leiden Betroffene – überwiegend sind es Frauen- zusätzlich unter starkem Druckschmerz und Spannungsgefühlen in den betroffenen Bereichen.

Adipositaschirurgie

Die stetige Zunahme von stark adipösen Menschen führt zu einem starken Anstieg von bariatrischen Operationen.

Wenn alle konventionellen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion nicht zu einem dauerhaften Erfolg führen, sind chirurgische Maßnahmen bei einem BMI > 40 manchmal die letzte Möglichkeit für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme.

Unabhängig von der Operationsmethode ist eine intensive und langfristige Ernährungstherapie erforderlich, da ein operativer Eingriff immer eine nachhaltige Änderung des Essverhaltens erfordert.

Die Ernährungstherapie kann in drei Bereiche eingeteilt werden:

  1. Präpoerative Beratung
  2. Perioperative Beratung
  3. Postoperative Beratung

Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit der Praxis in Verbindung.

Gaby Lingath